Beziehungskompetenz

Laut einer internationalen Studie ist neben der fachlichen, Regelführungs- und didaktischen Kompetenz die Beziehungskompetenz für Lehrpersonen unerlässlich.

Immer mehr Lehrpersonen beklagen sich über Klassen und Schüler, die kaum noch zu führen sind. Ein Zustand, der die Lehrpersonen stresst, entmutigt und dazu führt, dass der Lehrerberuf unattraktiv geworden ist.

Leider wird bis heute in der Ausbildung für Lehrpersonen die Beziehungskompetenz vernachlässigt.

Diese Weiterbildung Beziehungskompetenz versucht diese grosse Lücke zu füllen, damit sich Lehrpersonen in ihren Klassen wieder wohl fühlen und auch mit "schwierigen" SchülerInnen umzugehen wissen.

Beziehungskompetente Lehrerpersonen fühlen sich im Umgang mit all ihren SchülerInnen und deren Eltern sicher. Sie fühlen sich wohl bei ihrer Arbeit, im Team, in der Klasse und bei Elterngesprächen, denn sie wissen, wie sie das Vertrauen der SchülerInnen und deren Eltern sowie ihrer Teamkollegen gewinnen.

Vertrauen

Beziehungskompetenz schafft Vertrauen! Vertrauen, in sich selber und seine Fähigkeiten, sind von überaus grosser Bedeutung, damit Lernen überhaupt möglich ist. Lehrpersonen, welche sich selber und ihren Fähigkeiten vertrauen, können ihren SchülerInnen dieses Vertrauen vermitteln und weitergeben. Dies ist für die Zukunft der SchülerInnen von unschätzbaren Wert! 

Auch Vertrauen zwischen Lehrperson und SchülerInnen ist sehr wichtig, damit in einer entspannten Atmosphäre miteinander gearbeitet werden kann.

Ein vertrauensvolles Verhältnis unter Teamkollegen verbessert die Zusammenarbeit und erleichtert den Umgang mit Schwierigkeiten im Schulalltag.

Nicht zuletzt ist auch das Vertrauen zwischen Eltern und Lehrpersonen für einen entspannten Schulalltag sehr wertvoll, denn wenn die Eltern, einer Lehrperson nicht vertrauen, dann kann auch das Kind seinem Lehrer nicht vertrauen. Dies erschwert dann für beide den Schulalltag.

Vertrauen ist also in vielerlei Hinsicht für die Schule und die Lehrpersonen von grosser Bedeutung.

Anerkennung

„Sei stolz auf dich. Denn niemand ausser dir weiss, wie viele Tränen, Mut und Kraft es dich gekostet hat, dort zu stehen wo du heute bist.“

Zur Beziehungskompetenz gehört Anerkennung.

Jede Lehrperson, jede/r Schüler/in, jeder Mensch hat wohl mit anderen Herausforderungen zu kämpfen. Jeder Mensch hat seine ganz eigene Geschichte.

Es liegt in der Natur des Menschen, andere zu bewerten. (Wir bewerten den ganzen Tag Dinge, so treffen wir unsere Entscheidungen.) Wenn wir aber unsere SchülerInnen und deren Eltern bewerten, oder unsere TeamkollegInnen, schadet dies der Beziehung und nicht zuletzt auch der Zusammenarbeit. Jeder von uns hat seine ganz eigene Geschichte. Und jeder verdient Anerkennung für das, was er ist. Wenn Sie zudem zulassen, dass diese Geschichten im Schulalltag etwas Raum bekommen, werden Sie erleben, wie sich dies positiv auf Ihre Arbeit, die Beziehung und auch auf die Lernfähigkeit der SchülerInnen auswirkt.

Gleichwürdigkeit

„Urteile nicht über einen Menschen, ehe du nicht eine Meile in seinen Mokassin gegangen bist.“

Indianisches Sprichwort

Gleichwürdigkeit ist etwas, das vielen Lehrpersonen Angst macht. Sie befürchten, dadurch an Autorität zu verlieren. Das Gegenteil ist jedoch der Fall! Lehrpersonen, welche mit ihren SchülerInnen einen gleichwürdigen Umgang pflegen, erleben einen gewaltigen Wandel bezüglich ihrer Beziehung zu ihren SchülerInnen im positiven Sinne. Es geschieht genau das, was sich die meisten Lehrpersonen wünschen; eine positive und engagierte Zusammenarbeit zwischen ihnen und ihren Schülerinnen. Mit der Gleichwürdigkeit übernehmen die Lehrpersonen die Verantwortung für die Beziehung zu ihren SchülerInnen. Gleichwürdigkeit ist ein wichtiger Faktor der Beziehungskompetenz.

Sicherheit

Schlussendlich führt die Beziehungskompetenz zu einem Gefühl von Sicherheit. Lehrpersonen und SchülerInnen fühlen sich gleichermassen sicher, weil das Miteinander von den oben genannten Werten geprägt ist. Wer sich sicher fühlt, kann sich viel besser entfalten. Lehrpersonen, die sich mit ihrer Klasse sicher fühlen, können so unterrichten, wie sie sich das immer gewünscht und vorgestellt haben: anstatt sich immer wieder um disziplinarische Angelegenheiten kümmern zu müssen, können Sie abwechslungs- und erlebnisreichen Unterricht durchführen, an dem sich Ihre SchülerInnen gerne und engagiert beteiligen.

SchülerInnen, die sich sicher fühlen, können ihr volles Potenzial entfalten, explorieren und selbstständig lernen. Eltern, die sich sicher fühlen, wenden sich bei Fragen und Unsicherheiten an die Lehrperson und suchen nach Unterstützung anstatt sich nur zu beklagen.

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