B.A.S.E.® - Gewaltprävention

"Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen."

Mahatma Gandhi

Die Erziehung von heute ist noch immer geprägt von der Idee aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, die Kinder zu Gehorsam zu erziehen. Noch heute findet in 90% aller Haushalte psychische Gewalt statt! Nicht aus Bosheit. Sondern aus Unwissenheit!

Wütende Kinder werden zur Vernunft angehalten, weinende Kinder dazu, stark zu sein. Durch Drohungen lernen die Kinder, die Erwartungen ihrer Eltern zu erfüllen – aus Angst, dass die Drohungen wahr werden könnten. Kinder lernen früh, ihre Emotionen zu unterdrücken. Die daraus entstehende Aggression zeigt sich dann auf dem Pausenplatz.

Empathie ist die Fähigkeit, sich in die Mitmenschen einfühlen zu können um sensitiv auf sie zu reagieren. Kinder lernen das nur, wenn sie dies selber erleben, oder bei anderen Menschen immer wieder beobachten können.

B.A.S.E.®- Babywatching

Babywatching mindert Aggression und Angst und fördert Sensitivität und Empathie.

„Babys werden als hilflose kleine Menschen geboren, welche darauf angewiesen sind, dass wir feinfühlig erahnen, was sie gerade brauchen."

B.A.S.E.® ist ein Gewalts- Präventions- und Interventionsprogramm, welches von Dr. Karl-Heinz Brisch in Zusammenarbeit mit Henri Parens entwickelt wurde und dessen Wirksamkeit mit Studien belegt wurde.

Während einem Schuljahr begleitet die B.A.S.E.®-Kursleiterin eine Gruppe (Kindergarten oder Schulklasse) bei den wöchentlichen Besuchen einer Mutter mit ihrem Baby im Schulzimmer. Durch Beobachtung der Interaktionen zwischen der Mutter und ihrem nichtsprachlichen Kind wird die Feinfühligkeit, die Mentalisierung und die Empathie der (Vor-)Schulkinder gefördert, was sich nachweislich und spürbar positiv auf deren Interaktion untereinander und mit anderen Kindern auswirkt.

Studien belegen, dass sich B.A.S.E.®-Kinder im Vergleich mit einer Gruppe ohne B.A.S.E.®-Erfahrung auffallend weniger gemobbt fühlen und weniger über körperliche Beschwerden (wie Kopf- oder Bauchweh, Übelkeit usw.) klagen. Ebenso zeigten die Studien, dass sich das Verhalten besonders auffälliger Kinder durch B.A.S.E.® besonders stark verbessert hat. Insgesamt sind B.A.S.E.®-Kinder weniger aggressiv und mitfühlender (empathischer) gegenüber anderen Kindern.

In meinem B.A.S.E.®- Gewaltprävention-Angebot sind folgende Leistungen enthalten:

  • theoretische Einführung für die Lehrpersonen, welche an der Klasse /den Klassen unterrichten in die Idee und Funktion von B.A.S.E.® 
  • Referat am Eltern-Info-Abend, für die Eltern der SchülerInnen, in deren Klasse(n) B.A.S.E.® durchgeführt werden wird.
  • Unterstützung der Lehrpersonen bei auftauchenden Fragen zu Reaktionen einzelner SchülerInnen
  • Organisation der Mutter mit ihrem Baby und Koordination der Besuchstermine
  • Begleitung der Mutter vor- und während den B.A.S.E.®-Sitzungen
  • Leitung der B.A.S.E.®-Sitzungen in der Gruppe/Klasse (ca. 39 Sitzungen à ca. 30 Minuten während eines ganzen Schuljahres)
  • Auf Wunsch Ergebnisevaluation

Kosten: Nehmen Sie mit mir Kontakt auf.

Gerne unterbreite ich Ihnen für Ihre Klasse / Ihre Schule ein Angebot. Wenn gleich mehrere Klassen am B.A.S.E.®-Programm teilnehmen möchten, wird die Durchführung prozentual günstiger.

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B.A.S.E.®-Info-Referat für Ihr Team

Wenn Sie und Ihr Team mehr über B.A.S.E.® Erfahren möchten, bevor Sie sich entscheiden, ob Sie B.A.S.E.® an Ihrer Schule durchführen möchten, komme ich gerne für ein ca. 1 stündiges Info-Referat (plus Fragerunde) in Ihr Lehrerzimmer. Sie erfahren dabei Hintergründe über die Entwicklung von B.A.S.E.®, Ergebnisse aus den B.A.S.E.®-Studien und einige Einblicke (Videomaterial) in B.A.S.E.®-Gruppen, sowie Interviews mit Fachpersonen und Müttern, die am B.A.S.E.®-Programm teilgenommen haben.

Kosten: Stadt Luzern 250.-
Agglomeration Luzern nach Absprache

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B.A.S.E.®-Babywatching für Ihr Team

Ein Fortbildungsangebot für Lehrpersonen und Pädagogen Dreiteilige Schulinterne Fortbildung zum Thema Gewalt, Bindungssicherheit, Feinfühligkeit und Empathie. Tagtäglich fordern Lehrpersonen und Pädagogen, von ihren Schülerinnen und Schülern, dass diese freundlich miteinander umgehen und sich hilfsbereit zeigen. Aber wie sieht es mit den Fachpersonen aus? Gelingt es Ihnen, sich im Team, aber auch im Umgang mit Ihren Schülerinnen und Schülern empathisch zu verhalten? Was können Sie tun, um aggressive oder auffällige Kinder zu beruhigen? Wie können Sie Konflikte untereinander oder Spannungen im Team konstruktiv lösen?

Nehmen Sie mit mir Kontakt auf. Gerne unterbreite ich Ihnen ein auf Ihre Anliegen zugeschnittenes Angebot.

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Bindungstheorie & Karl-Heinz Brisch

"Das Bindungssystem bleibt zeitlebens offen für neue Bindungserfahrungen und somit für Veränderungen. Dies ist besonders für die pädagogische und soziale Arbeit von großer Bedeutung, weil es Ziel dieser Arbeit ist, den Kindern und Jugendlichen neue emotionale Erfahrungen in Beziehungen zu ermöglichen."

Karl Heinz Brisch

In den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts hat John Bowlby zusammen mit Marie Ainsworth die Bindungstheorie entwickelt. Bowlby hat mit Studien belegt, dass Kinder mit einer sicheren Bindung sich psychisch und physisch gesunder entwickeln. Grösseres Selbstvertrauen, eine gesteigerte Explorationsmotivation, grössere Empathie Fähigkeit und ausgeprägtere Resilienz (Widerstandfähigkeit) sind wichtige Gewinne der sicheren Bindung. Marie Ainsworth ihrerseits hat mit der "Fremde Situation" ein Verfahren entwickelt, welches erlaubt festzustellen, wie sicher, oder unsicher ein Kind gebunden ist. Anhand des Bindungsverhalten eines Kleinkindes kann sehr viel über sein zukünftiges Verhalten in Gruppen/Klassen vorausgesagt werden.

Henri Parens, ein renommierter Psychiater und Psychoanalytiker hat sich sehr für die Entdeckung der Ursachen destruktiver Feindseligkeit und Aggression engagiert. Er hat entdeckt, dass die Motivation zur Aggression in den meisten Fällen auf Zurückweisung basiert, sowie der Nichtbeachtung der Bedürfnisse, also dem Gefühl, nicht ernst genommen zu werden.

Dr. Karl-Heinz Brisch, Kinderpsychiater, Autor zahlreicher Bücher zum Thema Bindung und einer der wichtigsten Bindungsforscher, hat in Zusammenarbeit mit Henri Parens das Gewaltpräventionsprogramm B.A.S.E.® entwickelt. Es vereint Bowlbys Bindungstheorie mit Henri Parens Forschungsergebnissen über Aggressionsverhalten und sein Präventionsprogramm mit Brischs Erfahrungen aus jahrelanger Tätigkeit an Kinderpsychiatrischen Kliniken und mit traumatisierten Eltern zu einem feinfühligen Programm von dem SchülerInnen und Lehrpersonen gleichermassen profitieren.

Baby gesucht

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